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Für eine gute Zürcher Volksschule

Lehrplan 21 Nein! Weil mit dem LP21 unsere bewährte Volksschule zerstört wird!

Was die Reformer verschweigen:

Der Lehrplan 21 ist die Grundlage für eine totale Neuausrichtung unserer Volksschule. Dieser Prozess der Abkehr von den Grundsätzen der bewährten Volksschule ist schon lange verdeckt im Gange und soll mit dem LP 21 zementiert werden. Jetzt schon sind viele Lehrmittel im Sinne der Ideologie des Lehrplans 21 aufgebaut.

Was sind die Grundlagen?

Der Lehrplan 21 beruht auf der Ideologie des Konstruktivismus. Diese Ideologie behauptet, dass jeder Mensch sich seine eigene Wirklichkeit erschaffe und das Kind in der Schule darum keine Anleitung und Orientierung durch Lehrerinnen und Lehrer brauche, weil das die Kinder in ihrer Entwicklung beeinflusse. Instruktion und Anleitung der Kinder durch Erwachsene schränke die Kinder ein und sei Gewalt. Die Lehrer sollen die Kinder nur noch begleiten und ihnen Lernmaterialien zur Verfügung stellen und beobachten, wie sie damit umgehen. Gemäss der Ideologie des LP 21 arbeiten die Kinder vor allem individuell an einem eigenen Stoffprogramm ohne Bezug zu den anderen Schülern in der Klasse.

Was sind die leitenden Interessen?

Mit dem LP21 halten ökonomische Prinzipien in der Schule Einzug. Alles wird gemessen, quantifiziert usw. als wären unsere Kinder Maschinen. Tatsächlich ist die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) die Urheberin dieser Reformen, die nun wie in den USA und in Grossbritannien unser Schulsystem nach wirtschaftlichen Prinzipien umkrempeln soll.

Was geschieht mit dem Schulstoff?

Der ganze Schulstoff wird in hunderte von prüfbaren Kompetenzen zerstückelt. Der Kompetenzbegriff des LP 21 ist wissenschaftlich nicht haltbar, was der Urheber (Prof. Weinert) selber zugibt. Kompetenzen können unabhängig von jeder Ethik erworben werden. Man kann beispielsweise Lesekompetenz auch mit Hilfe von Anleitungen für Spielkonsolen lernen. Das steht aber im Gegensatz zu den christlich-abendländischen Grundlagen unserer Volksschule, wie sie im Volkschulgesetz des Kantons Zürich formuliert sind. Bis vor einigen Jahren hat das den Inhalt und den Geist unserer Lehrmittel bestimmt. Schon heute sind aber viele Lehrmittel mit beliebigen Inhalten gefüllt, die den Kindern unsere kulturellen Grundlagen nicht mehr vermitteln.

Was sind die Auswirkungen?

In vielen Schulen hat bereits heute das individualisierte Lernen mit Wochenplänen und Leistungsniveaus und einem Minimum an Anleitung durch die Lehrerinnen und Lehrer Einzug gehalten. Die meisten Kinder lernen ohne Anleitung und ohne Bezug zu den Lehrerinnen und Lehrer weniger. Nur wenige kommen mehr oder weniger unbeschadet über die Runden. Viele fühlen sich in der Schule verloren. Es fehlt ihnen eine Gemeinschaft und deren Anleitung durch die Erwachsenen. Bereits heute lernen Eltern mit den Kindern nach der Schule oder schicken sie in die Nachhilfe. Wer nicht begütert ist, kann sich das nicht leisten. Das steht im krassen Widerspruch zur Grundidee unserer Volksschule, die Bildung und Chancengleichheit für alle will. Für unsere Wirtschaft, die auf gut ausgebildete Lehrlinge angewiesen ist, sind diese Entwicklungen katastrophal. In Ländern wie den USA und England, in denen diese „Reformen“ schon lange verwirklicht sind,  sind die öffentlichen Schulen in einem schlechten Zustand. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf Privatschulen. Viele  junge Menschen sind nicht mehr anstellbar, dementsprechend hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit.

Wollen wir eine solche Entwicklung in der Schweiz? Darum Lehrplan 21 – Nein!


Weiterführende Artikel

«Der Lehrplan 21 setzt nicht mehr auf Lernen und Wissen» Interview mit Wirtschaftsprofessor Mathias Binswanger zur neuen Bildungsreform und der Demotivation der Lehrer, von Franziska Laur in Basler Zeitung vom 17.12.2013

Kompetenzorientierung – eine Kritik am Lehrplan 21, Kurzreferat am Ausbildungsplenum der PH Luzern vom 7. Januar 2014, von Walter Herzog

«Lasst die Schule in Ruhe!». Ehrlicherweise müsste man sich eingestehen: HarmoS in der heutigen Form ist gescheitert. Anita Fetz, 27.10.2014, http://www.fetz.ch/aktuell.htm.

«Kritische Thesen zur Einführung des Lehplans 21». Seit es in der Schweiz die Volksschule gibt, ist der LP 21 die umfassendste und grundlegendste Reform. Sie geht in eine voöllig falsche Richtung und will gemäss OECD-Vorgaben das humanistische Bildungsverständnis ersetzen. René Roca, Basler Zeitung vom 16.12.2014.

«Ärzte hinterfragen den Lehrplan» Kinderärzte haben Vorbehalte und offene Fragen zum Lehrplan 21. Das Ostschweizer Kinderspital und der Verein Ostschweizer Kinderärzte laden deshalb zu Vorträgen ein. Damit wollen sie eine Diskussion auslösen. St. Galler Tagblatt Online, 11.3.2015.