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Abstimmung über die Initiative
«Lehrplan vors Volk» am 4. März 2018

Flyer dazu

Kanton Zürich, Volksabstimmung vom 21. Mai 2017

Ja! «Mehr Qualität – eine Fremdsprache in der
Primarschule!»

Zuerst richtig Deutsch lernen

  • Die Muttersprache ist die Grundlage der Gemütsbildung, des Denkens und der Verständigung.
  • Gute Deutschkenntnisse sind die besten Voraus­setzungen für das Erlernen einer Fremdsprache.
  • Gute Sprachkompetenz ist Grundlage für das erfolgreiche Bestehen in den MINT-Fächern (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik). Hier werden auch der Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit in Deutsch geschult und erweitert.
  • Für einen grossen Teil unserer Schüler ist Deutsch bereits die erste Fremdsprache, diese Kinder sind besonders darauf angewiesen, dass sie in der Schule die Standardsprache gut lernen.

Für die Festigung der deutschen Sprache braucht es in der Primarschule genügend Zeit.

Ein Lehrlingsausbildner in der Maschinenindustrie:

«Für eine Berufslehre ist es wichtig, dass die Jugend­lichen die deutsche Sprache beherrschen und sich schrift­lich und mündlich ausdrücken können. Bringen sie Kenntnisse in einer Fremd­sprache mit, ist dies ein Vorteil, aber nicht entscheidend für eine Einstellung.»

Das Sprachenkonzept der EDK ist gescheitert

  • Ein Fünftel der Schulabgänger kann nicht ausreichend Deutsch lesen und schreiben.
  • Zwei Drittel der Primarschüler erreichen die Lernziele in den Fremdsprachen nicht.
  • Die Kantone setzen den «Sprachen­kom­promiss» ganz unterschiedlich um: Die einen beginnen mit Französisch, die andern mit Englisch.

«Der Erfolg ist – gelinde gesagt – be­scheiden, der Aufwand gross, die Kos­ten sind hoch. Würden die Kinder zuerst nur eine Fremd­sprache intensiv lernen, hätten sie mehr davon. Doch die Erziehungs­direktoren halten eisern an ihrer einmal beschlossenen Spra­chen­stra­tegie fest. Sie lassen ver­missen, was man von Schülern erwar­tet: Lernfähigkeit.»

R. Donzé, NZZ am Sonntag vom 5.März.2017

Fremdsprachen lernen – aber richtig!

  • «Je früher, desto besser» gilt nur, wenn auch ausserhalb der Schule täglich Französisch oder Englisch gesprochen wird.
  • In der Oberstufe lernen Kinder schneller und effizienter Fremdsprachen, weil sie die in Deutsch erworbenen Fähigkeiten auf die Fremdsprache übertragen können.
  • Die Klassen der Oberstufe sind homogener, deshalb können die Lehrerinnen besser auf die Schüler eingehen.

Simone Pfenninger:

«Es ist besser,
eine Sprache konzen­triert zu lernen als möglichst früh.»

Fachleute befürworten
«Mehr Qualität – eine Fremdsprache in der Primarschule»

  • Die kantonalen Lehrerverbände ZLV, ZKM und SekZH haben die Initiative lanciert.
  • Lehrerumfragen in vielen Kantonen haben ergeben, dass eine grosse Mehrheit der Lehrkräfte für nur eine Fremdsprache in der Primarschule ist.
  • Die Studie von Simone Pfenninger (Uni Zürich) hat belegt, dass die meisten Schüler, die erst in der Oberstufe mit Englisch begannen, den Vorsprung der Mitschülerinnen, die Frühenglisch ab der zweiten Klasse hatten, in kurzer Zeit aufholten.

«Dieser Ansatz ist gescheitert. Das Resultat ist verheerend: Die Lernziele werden weder im Englisch noch im Französisch erreicht – und überdies hapert es nun auch im Deutschunterricht.»

ZLV, Medienmitteilung vom
4. April 2017

Dank der Verschiebung einer Fremdsprache in die Oberstufe hat die Lehrerin in der Primarschule mehr Zeit, um ihrer Klasse grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln. In der Klassengemeinschaft kann sie Freude am Lernen und an der Leistung wecken sowie das soziale Miteinander stärken. In der Primarschule muss genügend Zeit für Vertiefung und Festigung des Lernstoffes sein. Auch die kreativen, musischen und handwerklichen Fächer dürfen nicht zu kurz kommen.

Es ist dann keine Frage, dass die Schüler bis zum Ende der Volksschule die Lernziele in Englisch und Französisch gut erreichen.

Deshalb am 21. Mai 2017:

Ja zu «Mehr Qualität - eine Fremdsprache an der Primarschule!»